Frühkindliches Trauma - Blog mit Kunst und Kater - Katze Flederkater, Kunst und Design, Kinderbuch & Katzenkalender 2019

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Frühkindliches Trauma

Katze Flederkater, Kunst und Design, Kinderbuch & Katzenkalender 2019
Herausgegeben von in Kater ·
Tags: KaterAngstTraumaSchwarzerMann



Der schwarze Mann

Ich wohne jetzt seit fünf Monaten mit meiner Zweibeinerin zusammen. Wir haben da so ein Zimmer, das ist unheimlich. Und ich denke, meine Zweibeinerin hat da auch Angst gehabt. Sie wollte da nämlich nicht allein rein, hat mich immer mitgenommen. Da steht so ein Podest, ich hab mich immer darunter versteckt, denn da ist der Schwarze Mann drin gewesen. Ich sollte ihr wohl helfen, ihn zu vertreiben, denn sie hat mich immer in dieses Podest hineingezerrt durch einen Eingang aus Stoff in die Dunkelheit. Das war wirklich Brrrrrr. Aber mittlerweile hat sie es wohl geschafft und wir können das Zimmer jetzt als Esszimmer nutzen. Ich habe jetzt auf dem Podest ein Tablett für mich allein und da gibt's Futter. Sie hat dann auch ein Tablett mit Ihrem Futter und macht es sich der Länge nach auf dem Podest gemütlich. Und wenn wir essen, dann macht sie die Türe zu, Das ist besser so, denn sonst könnte der Schwarze Mann wieder reinkommen. Und da der Schwarze Mann weg ist, trau ich mich auch wieder an sie heran, leg mich auf sie drauf und wir schnurren dann gemeinsam. Es gibt da auch so eine Platte, da kommen dann Geräusche heraus, ich glaube sie macht das, dass wir beim Essen Gesellschaft haben. Wir sollen dann auch in dem Zimmer Verdauungssiesta machen, denn die Türe ist immer noch zu, ich glaube, damit der Schwarze Mann nicht reinkommen kann. Das macht sie richtig, denn nach einer Weile, nachdem wir in Ruhe schnurren konnten, macht sie die Türe wieder auf. Ich glaub, der Schwarze Mann will nur unser Essen und früher hatte der das gestohlen, da hatten wir so einen kleinen Nebenraum, der war ziemlich beengt zum Essen. Sie schläft dann auch in dem Podestzimmer, aber das trau ich mir nicht wirklich, da war ja schließlich der Schwarze Mann. Ich denke, sie schläft dort, weil sie das Zimmer bewachen muss, denn warum schläft sie nicht in ihrem Bett auf dem Balkon? Das wäre mir lieber, denn dann könnten wir gemeinsam schlafen. Sie tut mir richtig leid. Die Türe ist dann auch immer zum Balkon zu, ich kann nicht im Bett auf dem Balkon schlafen, sondern muss auf dem Wohnzimmerboden kampieren, naja für diese Zwischenlösung habe ich wenigstens einen ganz weichen himmelblauen Teppich bekommen.


So viel zu meinem Kater und seinem frühkindlichen Trauma mit seiner Angst vorm Bett und speziell der Bettdecke. Was soll ich nur machen? Nun, ich muss alleine schlafen. Ich versuche nun alles, um das zu ändern, mittlerweile habe ich es zumindest geschafft, dass ich wenigstens beim Fernsehen seine Gesellschaft ab und zu habe. Zumindest da findet er das Schlafzimmer erst mal so sicher, das er sich getraut, dann mit mir zu schmusen.




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